Puzzles

Gebannt schaut das Kind vor sich auf den Boden. Ein Puzzle wird zusammengesetzt. Da fehlen aber noch wichtige Abschnitte, einer ganz oben an einer Ecke. Wo ist dieses Stück? Noch einmal geht es alle Puzzleteile durch. Dieses da, das könnte passen. Leider ist die Ausstanzung nicht richtig. Also wird weitergesucht. Noch einmal alle übrigen Teile durchgehen. Da! Da ist es. Endlich kann das passende Stück eingefügt werden und die Bildecke ist komplett. Freude spiegelt sich auf dem Gesicht des Kindes. Es hat einen Erfolg errungen. Jetzt geht es mit neuem Schwung am unteren Bildrand weiter. Dort müssen noch Kanten gefunden werden.

Das Puzzle als auseinandergestanztes Bild, das wieder zusammengesetzt werden soll, fasziniert die Menschen. Es ist eine Aufgabe, deren Lösung quasi direkt vor einem liegt. Der Wunsch, aus den Puzzleteilen etwas Ganzes zu machen, ist stark. Der Aufforderungscharakter bei Puzzlen enorm. Gleichzeitig sind die wenigsten Puzzler verbissen, denn die Entspannung bei der Beschäftigung mit den Motivteilen überwiegt.

Es gibt eine große Anzahl verschiedener Puzzlearten. Die Hersteller bedienen sich dabei verschiedener Methoden. Das klassische Puzzle besteht aus einem rechteckigen Motiv, aber es gibt auch Puzzlebälle, 3D-Puzzle und andere Herausforderungen. Die Anzahl der Teile variiert ebenfalls. Mal sind es 50, meistens zwischen 200 und 2.500, schwere Puzzles weisen über 10.000 Teile auf. Das Material reicht von Schaumstoff über Holzteile und Metall bis hin zum typischen Papppuzzle.

Puzzles finden in allen Altersgruppen Anklang. Bis ins hohe Alter wird gepuzzelt. Aber auch schon kleine Kinder beschäftigen sich damit. Für sie ist es besonders reizvoll, die Teile spielerisch zusammenzusetzen. Für ganz junge Kinder sind es meistens bunte Motive aus Holz, die sie in den Bann ziehen. Sie finden es aufregend und sehr faszinierend, wenn aus zwei, drei Teilen langsam ein Bild entsteht, das mit weiteren Teilen zu einem Gesamtmotiv heranwächst. Der Lerneffekt ist groß, denn die Kombinationsgabe wird mit viel Spaß geschult.

Wenn alle Teile richtig sitzen, lässt sich das Motiv wieder auseinanderbauen, um die Herausforderung zu wiederholen. Puzzlefans verkleben die daraus entstandenen Bilder aber gerne und hängen sie als Bild an der Wand auf. So wird aus vielen kleinen Teilen ein komplettes Kunstwerk.